Aktuelles.

Aktuelle Flüchtlingsentwicklung in OÖ

Oberösterreich erwartet am Mittwoch über 550 weitere ukrainische Flüchtlinge


Kapazitäten werden stufenweise erweitert und Notschlafstellen vorbereitet

Über den Bund werden heute über 550 weitere ukrainische Flüchtlinge nach Oberösterreich zugeteilt. Das Land Oberösterreich aktiviert daher in seinem Stufenplan weitere Quartiere. In acht Quartieren in Oberösterreich stehen damit heute 900 Schlafplätze zur Verfügung. In den nächsten Tagen erfolgt ein weiterer Ausbau.

„Wir bereiten uns seit Beginn des Krieges in der Ukraine auf diese Situation vor und aktivieren in unserem Stufenplan die nächsten Quartiere, um ukrainischen Flüchtlingen bei uns Schutz und Hilfe zu bieten“, so Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer.

Konkret werden heute Mittwoch die bereits vorbereiteten Notschlafstellen in Linz Bindermichl sowie Freistadt in Betrieb genommen. Zusätzlich aktiviert werden in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Quartiere in Eferding, Laakirchen und Ried im Innkreis. Für heute Nacht stehen daher 900 Notschlafplätze in acht Quartieren zur Verfügung. In den kommenden Tagen wird mit einer weiteren Zunahme an Flüchtlingen gerechnet, weshalb die Kapazitäten stufenweise weiter ausgebaut werden.

„Ich danke dem Roten Kreuz und allen beteiligten Einsatz- und Hilfsorganisationen sowie den zahlreichen Freiwilligen und privaten Initiativen für die sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, den aus der Ukraine vertriebenen Frauen und Kindern zu helfen“, dankt Landesrat Hattmannsdorfer allen Beteiligten.


Dringender Appell: 24h-BBU-Hotline als zentrale Anlaufstelle zur Unterbringung von Flüchtlingen 

Sehr viele Menschen organisieren aktuell auf eigene Initiative einen Transport gemeinsam mit einer Unterbringung in Österreich. „Diese Initiativen sind ein starkes Zeichen der Solidarität und der funktionierenden Zivilgesellschaft, ihnen gilt unser großer Dank“, so Landesrat Hattmannsdorfer. Zugleich richtet das Land Oberösterreich den dringenden Appell an jene Initiativen, die Transporte ohne Unterkünfte in Oberösterreich organisieren, mit der BBU Kontakt aufzunehmen und die Unterbringung von Flüchtlingen abzustimmen, damit eine koordinierte Unterbringung sichergestellt werden kann.

Ukraine Hotlines

Land OÖ beauftragt Caritas OÖ mit Einrichtung eines Help-Points am Hauptbahnhof Linz

Vermehrt treffen mittlerweile ukrainische Frauen und Kinder auf ihrer Flucht auch in Linz ein und suchen Hilfe bzw. eine Schlafstelle. Als erste Anlaufstelle, um Informationen zu erhalten, zu koordinieren bzw. um eine Notschlafstelle zu vermitteln, richtet die Caritas Oberösterreich im Auftrag des Landes Oberösterreich am Linzer Hauptbahnhof einen Help-Point für ukrainische Flüchtlinge ein. Ergänzend dazu wird das bereits für den Bedarfsfall aktivierte Notschlafquartier in Linz Bindermichl, als Erstversorgungsstelle in Betrieb genommen, um schutzsuchenden Ukrainer/innen für ein paar Nächte einen Schlafplatz und Versorgung zu bieten.

„Immer mehr ukrainische Frauen und Kinder kommen auf den unterschiedlichsten Wegen nach Oberösterreich, viele von ihnen landen dabei in der Landeshauptstadt. Zur ersten Orientierung schaffen wir gemeinsam mit der Caritas zentral gelegen am Linzer Hauptbahnhof eine erste Anlaufstelle“, so Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer und weiter: „Die Erstversorgungsstelle in Linz ist ab sofort mit Personal des Roten Kreuzes besetzt, um ukrainischen Flüchtlingen in dringenden Fällen schnell und unkompliziert einen Schlafplatz und Versorgung zu bieten. Je nachdem, ob sie in ein anderes europäisches Land weiter flüchten oder in Österreich bleiben wollen, wird ihnen von dort ein Quartier organisiert.“


Help-Point am Linzer Hauptbahnhof

Die Caritas Oberösterreich wird im Auftrag des Landes Oberösterreich ab heute Nachmittag am Hauptbahnhof in Linz vertreten sein, um ukrainischen Flüchtlingen erste Auskünfte zu geben bzw. die Menschen in das Notquartier des Roten Kreuzes zu vermitteln. Ukrainische Staatsbürger, die sich auf der Flucht befinden, können sich am Hauptbahnhof mit Fragen an die Mitarbeiter/innen wenden. Der Help-Point kann im Bedarfsfall zu einer zentralen Koordinierungs-Drehscheibe ausgebaut werden.

„Not sehen und Handeln ist unser Grundauftrag als Caritas. Daher stehen wir selbstverständlich überall dort den Menschen zur Seite, wo unsere Hilfe gebraucht wird. Es ist uns wichtig, den geflüchteten Menschen aus der Ukraine hier beim ersten Ankommen am Hauptbahnhof Orientierung und Zuspruch zu geben“, so Franz Kehrer, MAS, Direktor der Caritas Oberösterreich.

Zudem werden Mitarbeiter/innen und Geschäftsbetreiber/innen am Bahnhof von der Caritas Oberösterreich über die aktuelle Situation informiert bzw. Flugblätter mit den wichtigsten Informationen und Hotlines verteilt, um bei Bedarf ebenfalls Auskünfte erteilen zu können.


Erstversorgungsstelle in Linz rund um die Uhr verfügbar

Ergänzend zum Help-Point wird das bereits für den Bedarfsfall vorbereitet Notschlafquartier in Linz Bindermichl als Erstversorgungsstelle in Betrieb genommen und steht rund um die Uhr zur Verfügung. Es dient dazu, ankommende und erschöpfte Flüchtlinge not zu versorgen und in dringenden Fällen unkompliziert einen Schlafplatz und Versorgung zu bieten. Von der Erstversorgungsstelle werden die Flüchtlinge, wenn sie in Österreich bleiben wollen, in ein anderes Quartier weitervermittelt.

Primär erfolgt die Zuteilung von Notschlafstellen weiterhin zentral über die Hotline der BBU, um einen koordinierten Vorgang zu gewährleisten. Die Erstversorgungsstelle in Linz dient lediglich der Unterbringung in dringenden Notfällen. Sehr viele Menschen organisieren aktuell auf eigene Initiative einen Transport nach und eine Unterbringung in Österreich. „Diese Initiativen sind ein starkes Zeichen der Solidität und der funktionierenden Zivilgesellschaft, ihnen gilt unser großer Dank“, so Landesrat Hattmannsdorfer.

Zugleich richtet das Land Oberösterreich den dringenden Appell an derartige Initiativen, frühzeitig mit der BBU Kontakt aufzunehmen und die Unterbringung von Flüchtlingen abzustimmen, damit eine koordinierte Unterbringung sichergestellt werden kann.

 

Aktuelle Anzahl in organisierten Quartieren versorgter ukrainischer Flüchtlinge in OÖ:

Datum Anzahl versorgter ukrainischer Flüchtlinge in OÖ
03.03.2022 30
04.03.2022 103
05.03.2022 85
06.03.2022 108
07.03.2022 205
08.03.2022 226
09.03.2022 249

 

Diesen Beitrag teilen

Weitere Themen

Mit dem Ferialpraktikanten des Sozialressorts aus dem letzten Jahr hat Jugend-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer zum Abschluss des Praktikums kurz die Rollen getauscht.

Oö. Ferialjobbörse vermittelt auch heuer wieder 4.000 Ferialjobs

Zum Endspurt der Bewerbungsphase bietet die Ferialjobbörse nochmals weitere 200-300 offene Stellen an   „Der Wohlstand von morgen hängt davon ab, ob wir junge
LR Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer, Thomas Gangl (CEO-Borealis), LH Mag. Thomas Stelzer und JKU-Rektor Univ-Prof. Dr. Stefan Koch

MORE-Initiative der JKU und Borealis gibt geflüchteten Menschen Aufstiegs- und Bildungsperspektive

  Deutschkenntnisse sowie Arbeit und Ausbildung sind der Schlüssel, um in Österreich Fuß fassen zu können. Die MORE-Initiative der Johannes Kepler Universität Linz gibt
Staatssekretärin Plakolm, Geschäftsführerin Verein FSJ Elisabeth Marcus, FSJ-Absolventin Zoe Maurer, Landesrat Hattmannsdorfer präsentieren die Möglichkeiten im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahrs

Freiwilliges Soziales Jahr als Sprungbrett für den Sozial- und Gesundheitsbereich

  „Der Zivildienst ist der Headhunter für den Sozialbereich, wenn es um junge Männer geht. Mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr öffnen wir diese Tür
Integrations-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer, Bundesminister Martin Kocher und stv. AMS-LGF Markus Litzlbauer gemeinsam mit zwei beim AMS Ausländer/innen Fachzentrum angestellten Ukrainerinnen Frau Inna Kucherenko und Frau Svitlana Kohlfürst.

Aktive Arbeitsmarktvermittlung von Ukrainer/innen

    „Gemeinsam mit dem AMS hat das BMAW seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs in der Ukraine vielfältige Maßnahmen auf den Weg gebracht, um
Mechelens Bürgermeister Bart Somers, Schwedens Arbeits- und Integrationsminister Johan Pehrson und Landesrat Hattmannsdorfer tauschen sich bei der Integrationskonferenz der belgischen Ratspräsidentschaft in Mechelen aus.

Europäischer Integrationsfonds soll Deutschvermittlung und Arbeitsmarktintegration in den Regionen unterstützen

Austausch auf internationaler Ebene zeigt: Integration muss eingefordert und Regelverstöße müssen sanktioniert werden – gleichzeitig braucht es eine klare Integrations- und Arbeitsmarkt-Perspektive für Zugewanderte.

Linzer Volksgarten im Fokus

3.600 Anwohner*innen wurden befragt   Bereits seit längerem steht der Linzer Volksgarten in Diskussion. Das ursprünglich positive Image dieser großen innerstädtischen Parkanlage wird vor
Skip to content