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LH-Stv Haberlander und LR Hattmannsdorfer

Oö. Pflegestipendium startet – 600€ monatl. für Ausbildung in der Pflege & Betreuung

Wer in Oberösterreich eine Ausbildung im Kranken-, Alten- oder Behindertenbereich macht, wird künftig finanziell kräftig unterstützt. Das Oö. Pflegestipendium in der Höhe von monatlich 600 Euro kann ab sofort beantragt werden. Der Bedarf an Pflegekräften steigt weiter, weshalb das Land Oberösterreich kräftig in die Ausbildung von neuen Pflegekräften investiert und unterschiedliche Maßnahmen, unter anderem zur Attraktivierung der Ausbildung ergreift. Das Oö. Pflegestipendium sorgt neben anderen finanziellen Leistungen für einen attraktiven Anreiz und gleichzeitig Sicherheit. Das Stipendium enthält Berufsbilder in der Gesundheits- und Krankenpflege, in der Langzeitpflege sowie im Bereich der Behinderten- und Familienarbeit. Alle Informationen sowie die Antragsstellen hat das Land kompakt auf der Website www.ooe-pflegestipendium.at zusammengefasst.

 

„In Oberösterreich arbeiten wir tagtäglich daran, dass die Menschen in unserem Land gesund und gut leben können. Heute und bis ins hohe Alter. Wie in allen Bereichen unserer Gesellschaft und der Wirtschaft, stehen wir auch im Gesundheitswesen vor personellen Herausforderungen. In Oberösterreich wollen wir noch mehr Menschen für den sinnvollen und sinnstiftenden Beruf der Pflege direkt an und mit den Menschen begeistern. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um den Schritt in die Pflege zu setzen – in einen schönen Beruf, der eine Berufung ist“, sagt Gesundheitsreferentin LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander.

 

„Mit dem Oö. Pflegestipendium schaffen wir finanzielle Anreize für einen Ausbildung in der Pflege, denn Jobs in der Pflege und Betreuung sind unglaublich spannend und vielseitig. Ich lade jeden ein, Teil des Pflegeteams in Oberösterreich zu werden, eine Ausbildung zu starten und das Pflegestipendium in Anspruch zu nehmen. Die Altenpflege muss sich mehr als jede andere Branche um Nachwuchs bemühen, weshalb wir unterschiedliche Maßnahmen ergreifen, um sowohl Einsteiger als auch Umsteiger für die Pflege und Betreuung zu begeistern. Das Pflegestipendium ist eine der zentralen Maßnahmen, daher erweitern wir diese weit über die Vorgaben des Bundes hinaus um den Bereich der Sozialbetreuungsberufe“, so Soziallandesrat Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer.

 

Fakten zum Oö. Pflegestipendium:

  • Monatlich 600 Euro (12x im Jahr) seit September 2022
  • Infos & Antragsstellen auf ooe-pflegestipendium.at
  • Das Stipendium kann ab sofort für die Dauer der Ausbildung (Mindestzeit) bei Berufsbildern in der Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege sowie im Bereich der Behindertenarbeit und Familienarbeit beantragt werden.
  • Die Mindestausbildungsdauer beträgt für die Diplom- und Bachelorausbildung 3 Jahre, für die Pflegefachassistenz und die Fachsozialbetreuungsberufe 2 Jahre und für die Pflegeassistenz 1 Jahr. Damit beträgt die finanzielle Unterstützung in Summe bis zu 21.600 Euro.
  • Umfasst sind auch Pflichtpraktika für Pflegeausbildungen im Rahmen des berufsbildenden Schulwesens
  • Die Auszahlung erfolgt ab November/Dezember rückwirkend.
  • Das Stipendium gilt auch für bereits laufende Ausbildungen, kann aber frühestens ab September 2022 bezogen werden. Alle Ausbildungsmonate vor September 2022 werden nicht berücksichtigt.

 

Wer kann die Prämie beantragen?

Personen, die eine Ausbildung in folgenden Bereichen an einer oberösterreichischen Bildungseinrichtung absolvieren (und keine existenzsichernden Maßnahmen beziehen):

  • Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger bzw. Bachelorstudium der Pflegewissenschaft
  • Pflegefachassistenz
  • Pflegeassistenz
  • Diplom- und Fachsozialbetreuer mit dem Schwerpunkt Altenarbeit
  • Diplom- und Fachsozialbetreuer mit dem Schwerpunkt Behindertenarbeit
  • Fachsozialbetreuer mit dem Schwerpunkt Behindertenbegleitung
  • Diplomsozialbetreuer mit dem Schwerpunkt Familienarbeit

 

Wo wird die Prämie beantragt?

  • Die korrekte Antragsstelle ist abhängig von der Ausbildungsstelle
  • Einen kompakten Überblick liefert die Website ooe-pflegestipendium.at
  • Auszubildende an den Gesundheits- und Krankenpflegeschulen der Ordenskrankenanstalten bzw. der Oberösterreichischen Gesundheitsholding stellen den Antrag direkt bei den Ausbildungsstätten
  • Auszubildende an folgenden Ausbildungsstätten stellen ihren Antrag zentral bei der Abteilung Soziales des Landes Oberösterreich:
    • Altenbetreuungsschule des Landes mit den Standorten Linz, Andorf, Baumgartenberg, Gaspoltshofen und Stadl-Paura
    • Berufsförderungsinstitut Oberösterreich mit den Standorten Linz, Wels, Ried und Vöcklabruck
    • Caritas Schule für Sozialbetreuungsberufe mit den Standorten Linz und Ebensee
    • Diakonie Schule für Sozialbetreuungsberufe mit den Standorten Gallneukirchen, Wels und Mauerkirchen
    • Schule für Sozialbetreuungsberufe Steyr
    • Landwirtschaftliche Fachschulen mit den Standorten Andorf und Mauerkirchen

 

„Das Oö. Pflegestipendium richtet sich besonders an junge Menschen, die sich für die Pflege von Menschen in einem Krankenhaus oder Pflegeheim interessieren. Die Ausbildung in der Pflege ist krisensicher und abwechslungsreich. Gleichzeitig ist das Oö. Pflegestipendium eine Brücke für Umsteiger und Wiedereinsteiger“, sagt Gesundheitsreferentin LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander.

 

„Die Pflege ist kein 08/15-Job. Für die Pflege entscheidet man sich ganz bewusst. Ein Job in der Pflege ist ein sicherer Arbeitsplatz und ein Job in der Pflege ist ein vielfältiger Beruf, der hohe Kompetenzen fordert und viele Chancen bietet, sich weiterzuentwickeln. Mit dem Oö. Pflegestipendium sorgen wir dafür, dass bereits die Ausbildung mit einem finanziellen Zuckerl punktet“, wirbt Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer für Ausbildungen in der Pflege und Betreuung.

 

22,9 Millionen für weitere Fachkräfte in der Pflege und Betreuung

Mit dem Oö. Pflegestipendium setzt Oberösterreich weitere finanzielle Anreize, damit mehr Personen für eine Tätigkeit in der Pflege und Betreuung begeistert werden können.

 

Das Oö. Pflegestipendium wird gemeinsam von Bund und Land Oberösterreich im Rahmen der Bundespflegereform finanziert. Oberösterreich weitet den Bezugskreis gegenüber dem vom Bund vorgeschlagenen Kreis deutlich aus. Für das kommende Jahr stehen rund 22,9 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Zentrales Webportal www.ooe-pflegestipendium.at als erste Anlaufstelle

Um Interessierten und Auszubildenden einen kompakten Überblick zu bieten, haben das Gesundheits- und das Sozialressort ein gemeinsames Webportal unter www.ooe-pflegestipendium.at eingerichtet. Neben einem interaktiven Element, um die richtige Antragsstelle zu finden, finden sich auf dem Portal Infos zum Stipendium, zur Bezugsberechtigung aber auch zu Ausbildungsangeboten.

 

 

Oö. Pflegestipendium kommt gesamter Pflegelandschaft zu Gute

 

Zwei Drittel der Jobs in der Langzeitpflege sind sogenannte Sozialbetreuungsberufe. Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer war es wichtig, dass das Pflegestipendium auch diesen wichtigen Berufsgruppen zusteht. Oberösterreich hat sich daher entschieden zusätzliche finanzielle Mittel in die Hand zu nehmen und das Pflegestipendium auch Sozialbetreuungsberufen in der Altenarbeit, Behindertenbegleitung, Behindertenarbeit und Familienarbeit zu ermöglichen. Damit wird der Kreis der Bezugsberechtigen deutlich ausgeweitet.

 

Ebenfalls berücksichtigt werden Schülerinnen und Schüler der landwirtschaftlichen Fachschulen, die im vierten Jahr die Ausbildung zur Fachsozialbetreuung absolvieren.

 

„Jeder Pfleger und jede Pflegerin leistet unabhängig ihres Ausbildungsschwerpunktes und ihres Tätigkeitsbereichs einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft. Für uns war daher klar, dass wir die Prämie des Bundes auf die Sozialbetreuungsberufe ausweiten und zusätzliche Mittel in die Hand nehmen“, so Soziallandesrat Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer.

 

Überblick über Jobs und Ausbildungsangebot für die Sozial- und Gesundheitsberufe

Einen sehr guten Überblick über die unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten bietet im Auftrag des Landes Oberösterreich die Soziales Netzwerk GmbH auf der Website www.sinnstifter.at. Interessierte finden auf der Website Informationen zu den unterschiedlichen Berufsfeldern ebenso wie den Ausbildungsstätten.

 

Alleine im kommenden Halbjahr starten über 20 unterschiedliche Lehrgänge an den oberösterreichischen Ausbildungsstätten in der Pflege und Betreuung. Infos darüber, wann Lehrgänge starten und Termine zu Informationsveranstaltungen werden ebenfalls auf der Website www.sinnstifter.at veröffentlicht.

 

 

Österreichweit einzigartiges Vorzeigeprojekt in OÖ: Volle Pflege-Klassen in Freistadt und Kirchdorf

 

48 junge Menschen haben Mitte September mit viel Elan und Freude die neue Ausbildung der „Pflegestarter*innen“ begonnen. Die in dieser Form österreichweit einzigartige Pflegeausbildung ab dem 15. Lebensjahr wurde seitens der OÖ Gesundheitsholding (OÖG) neu etabliert, um noch mehr junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern und vor allem auch die nötige Ausbildungsvariante für dieses Alter anbieten zu können. Gestartet hat die neue Ausbildung an den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege in Freistadt und Kirchdorf. Zur Freude beider Seiten ist das Interesse sehr groß. Das Bedürfnis von jungen Menschen im Gesundheits- und Sozialbereich zu arbeiten ist demnach sehr hoch. Die Klassen sind voll.

 

Innovative Pflege-Ausbildungsplätze sind gefragt und unerlässlich, gerade auch in der Pflegefachassistenz (PFA). Die Schulen der OÖ Gesundheitsholding haben mit ihrer neuen Ausbildung, den „Pflegestarter*innen“ eine innovative, österreichweit einzigartige Ausbildungsmöglichkeit geschaffen. Dabei können junge Menschen in Oberösterreich schon mit 15 Jahren, also gleich nach der Pflichtschule, in eine Pflegeausbildung einsteigen. Bisher war eine Überbrückung für die Zeit bis zum Alter von 17 Jahren nötig, wodurch an der Pflege interessierte Jugendliche an andere Berufe verloren gingen.

 

„Mit diesem österreichweit einzigartigen Vorzeigeprojekt ist es uns gelungen, die bisherige Lücke im Ausbildungssystem zwischen der allgemeinen Schulpflicht und dem Einstieg in die Pflegeausbildung zu schließen. Die Beliebtheit gibt uns Recht und ich freue mich über das große Interesse. Es ist eine große Freude zu sehen, mit wieviel Engagement diese jungen Menschen in die Ausbildung gehen und wieviel Interesse an einem sozialen Beruf besteht. Das stimmt mich sehr positiv, denn die Jugendlichen sind unsere Pflegekräfte von morgen“, zeigt sich Gesundheitsreferentin LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander sehr erfreut.

 

Eine Ausbildung – viele Möglichkeiten

Nach drei Jahren können die „Pflegestarter*innen“ ihren Abschluss sowohl in der Pflegefachassistenz oder der Fachsozialbetreuung mit Schwerpunkt Altenarbeit, aber auch in medizinischen Assistenzberufen machen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist im Anschluss auch das verkürzte Bachelor-Studium Pflege an unserer FH Gesundheitsberufe OÖ oder die verkürzte Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz möglich.

 

Jährlicher Ausbildungsbeginn

Nachdem das Interesse an der Ausbildung sehr groß ist, werden die Schulen der OÖG die Ausbildung „Pflegestarter*innen“ jährlich anbieten. Für den Start im September 2023 können sich all jene bewerben, die das 15. Lebensjahr bis zum 30. April 2023 vollenden. Nähere Infos unter www.ooeg.at/pflegeausbildung.

 

„Junge Pflege“ an der Altenbetreuungsschule des Landes Oberösterreich

Ebenfalls für junge Menschen bietet das Land Oberösterreich an der Altenbetreuungsschule das Ausbildungs-Programm „Junge Pflege“ an. Diese dreijährige Ausbildung richtet sich speziell an Schüler/innen nach Abschluss der 9. Schulstufe. Aktuell absolvieren 82 junge Oberösterreicher/innen in diesem Programm die Ausbildung zur/m Fach-Sozialbetreuer/in mit dem Schwerpunkt Altenarbeit (FSB “A”). Das Oö. Pflegestipendium kann für zwei Jahre (Regelausbildungsdauer FSB „A“) bezogen werden. Details zur Ausbildung auf www.altenbetreuungsschule.at

 

 

AMS-Pflegestipendium ist nächster Schritt der Ausbildungsoffensive „Pflege“: 1.400 Euro monatlich als finanzieller Anreiz für Umsteiger/innen

 

Um insbesondere Berufsumsteigerinnen und Berufsumsteiger von einem Beruf in der Pflege zu begeistern, hat Arbeitsminister Martin Kocher im Oktober das „AMS-Pflegestipendium“ präsentiert und zeitlich vorgezogen. Ab 1. Jänner 2023 erhalten Personen, die an AMS-Ausbildungen im Pflegebereich teilnehmen, mindestens 1.400 Euro monatlich zur Deckung ihrer Lebenserhaltungskosten.

 

  • Es handelt sich um eine Förderung zur Deckung der Lebenserhaltungskosten.
  • Ziel des Bundes ist es, den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten und mehr Menschen in Pflegeassistenz- und Pflegefachassistenzausbildungen sowie für Sozialbetreuungsberufen und den gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege zu bringen.
  • Mit dem neuen Pflegestipendium werden insgesamt 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze pro Jahr
  • Bildet eine Ergänzung zum Oö. Pflegestipendium, da Bezieher/innen von AMS-Leistungen beim Oö. Pflegestipendium ausgenommen sind

 

Die Grundvoraussetzungen des Stipendiums:

  • Anspruchsberechtigt sind arbeitssuchende und karenzierte Personen, die
    • mindestens 20 Jahre alt (Ausbildungspflicht muss seit zwei Jahren abgeschlossen sein) sind,
    • einen bestehender Anspruch auf Arbeitslosengeld haben oder
    • einen Schul-/Studienabbruch oder AHS-Maturabschluss vor über zwei Jahren hatten.
  • Zuständige Stelle das jeweilige AMS; die Genehmigung hat vor Beginn der Ausbildung zu erfolgen.

Das AMS-Pflegestipendium gilt zudem rückwirkend auch für Ausbildungen, die seit 1. September 2022 gestartet haben. Eine Beantragung kann ab 1. Jänner 2023 beim AMS erfolgen.

 

„Das AMS-Stipendium des Bundes ist die perfekte Ergänzung zu unserem Oö. Pflegestipendium. Mit der Initiative von Bundesminister Martin Kocher können gezielt Umsteigerinnen und Umsteiger angesprochen und von einem Beruf in der Pflege überzeugt werden. Beispielsweise gilt das ganz besonders für junge Frauen und Männer nach der Karenz“, so Landeshauptmann-Stv.in Haberlander und Soziallandesrat Hattmannsdorfer.

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