Aktuelles.

Landespolizeidirektor-Stv. Prof. Dr. Rudolf Keplinger, Sozial-Landesrat Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer, Oberstleutnant Dr.in Jasmin Reiter, LPD OÖ, Brigadier i.R. Erwin Spenlingwimmer, ehemaliger Leiter des Bildungszentrums Linz

Österreichweit einzigartiges Pilotprojekt der Sicherheitsakademie lehrt Polizeischüler/innen den Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen

 

„Die Polizei ist Freund und Helfer für alle Menschen, egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung. Oberösterreichs Polizei ist mit dem Pilotprojekt „Polizei trifft Lebenshilfe“ Vorbild: Die Polizeischülerinnen und Polizeischüler lernen im Rahmen ihrer Ausbildung bei der Sicherheitsakademie der Polizei den richtigen Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen und können dabei voneinander lernen“ – Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer.

 

Einen Einblick in die Arbeit der Polizei – das konnten 25 Klient/innen der Lebenshilfe bei einem Aktionstag, organisiert von der Sicherheitsakademie der Polizei Oberösterreich, bekommen. Beim österreichweit einzigartigen Pilotprojekt „Polizei trifft Lebenshilfe“ lernen Polizeischüler/innen den Umgang mit beeinträchtigten Menschen. Beim Aktionstag stellten sich die angehenden Polizist/innen vor und boten ein buntes Programm, bei dem sie den Klient/innen der Lebenshilfe Einsatztechniken, Ausrüstung und Polizeiautos vorführten.

 

„Es ist uns wichtig, für alle Menschen da zu sein – explizit dabei auch für Menschen mit Behinderungen. Solche Tage sind daher wichtig und auch da, um dazuzulernen, wie man mehr Sicherheit im sorgfältigen Umgang mit beeinträchtigen Menschen bekommt“, betont Landespolizeidirektor-Stellvertreter Prof. Dr. Rudolf Keplinger.

 

Vom Projekt, das Teil der Ausbildung ist, profitieren beide Seiten:

  • Förderung der Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung: Durch die Schulung der angehenden Polizeibeamten wird sichergestellt, dass Vertreter/innen der Exekutive befähigt sind, Menschen mit unterschiedlichen Formen der Beeinträchtigung gleichberechtigt und auf Augenhöhe zu behandeln.
  • Der Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigung erfordert spezielle Kommunikationsfertigkeiten, die damit gesondert trainiert werden.
  • Mehr Sicherheit: Eine fundierte Schulung gibt den Polizeibeamten Sicherheit im Umgang mit Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Situationen, sei es im Straßenverkehr, bei Einsätzen oder im Rahmen von Ermittlungen.
  • Verbesserung der Einsatzfähigkeit: Polizistinnen und Polizisten, die im Umgang mit Menschen mit Behinderungen geschult sind, können effizienter und angemessener auf Notfälle und besondere Situationen reagieren.

 

Hattmannsdorfer wünscht sich die Einführung eines solchen Moduls in der österreichweiten Polizeiausbildung: „Das Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich Exekutive und der Sozialbereich ergänzen können. Pilotprojekte wie diese sollten auch österreichweit als Modul Teil der Polizeiausbildung sein“, so der Landesrat abschließend.

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