Aktuelles.

OÖ startet die Inklusions-Servicestelle, v.l.: Claus Jungkunz, LR Wolfgang Hattmannsdorfer und KR Martin Essl

Start der Inklusions-Servicestelle OÖ

Essl Foundation lädt gemeinsam mit Land OÖ zum Unternehmensdialog Inklusion und Arbeit

 

Österreichs erste ganzheitliche Inklusions-Servicestelle zur beruflichen Beratung und Vermittlung startet

 

„Oberösterreich ist das Land der Arbeit, egal ob für Menschen mit oder ohne Beeinträchtigung. Mit der österreichweit ersten ganzheitlichen Inklusions-Servicestelle zur beruflichen Beratung und Vermittlung wollen wir Menschen mit Beeinträchtigungen aktiv eine Chance am Arbeitsmarkt schaffen und sie sowie die Unternehmen bestmöglich begleiten. So schaffen wir berufliche Inklusion in Oberösterreich und machen einmal mehr klar, Oberösterreich ist das Land der Chancengleichheit.“

Sozial-Landesrat Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer

 

„Es ist unser Ziel, allen Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, durch eigene Arbeit, die auf ihre individuellen Fähigkeiten abgestimmt ist, ihr Einkommen zu verdienen. Dadurch erfahren sie Anerkennung und das Gefühl, gebraucht zu werden, was sich positiv auf ihr Selbstbewusstsein auswirkt. Aus meiner jahrelangen Erfahrung als Unternehmer weiß ich, dass diese Menschen sich auch durch vorbildliches Engagement, hohe Motivation und Loyalität auszeichnen.“

 KR Martin Essl, Gründer Essl Foundation

 

„Mit der Inklusions-Servicestelle gelingt ein Schulterschluss zwischen Land und Sozialministeriumsservice. Dadurch gibt es erstmalig ein zentrales Kompetenzzentrum für alle Belange von Arbeit und Inklusion in einem Bundesland. Eine Beratungshotline vermittelt als Drehscheibe passgenau zu den richtigen Angeboten und Ansprechpersonen. Betriebe erhalten Zugang zum kompletten Arbeitskräftepotenzial von Menschen mit Behinderung in Oberösterreich.“

Claus Jungkunz, MBA, Inklusions-Servicestelle OÖ

 

In Kürze:

·         Die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen in den Arbeitsmarkt birgt vielfältige Chancen für die Betroffenen und für die Wirtschaft.

·         Oberösterreich hat auf Grund seiner wirtschaftlichen Stärke und des dichten sozialen Netzes bereits jetzt eine Vorreiterrolle im Bereich Chancengleichheit.

·         Diese Vorreiterrolle wird durch konkrete 25 Maßnahmen im Bereich „Arbeit und Inklusion“ weiter ausgebaut.

·         Die Maßnahmen fußen auf einem breit angelegten Prozess an dem sich in unterschiedlichen Beteiligungsformaten rund 250 Personen beteiligt haben.

·         Ziel ist es:

o   Die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen am Arbeitsmarkt zu verbessern.

o   Insbesondere sollen Arbeits- und Tätigkeitsmodelle direkt in Betrieben ausgebaut werden und die Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt forciert werden.

o   Unternehmen zu motivieren, Menschen mit Beeinträchtigungen einen Arbeitsplatz zu bieten und aktiv Arbeitsplätze zu akquirieren.

o   Menschen mit Beeinträchtigungen die Sicherheit zu geben, um eine Tätigkeit aufzunehmen.

Mit speziellem Fokus auf eine umfassende, ganzheitliche und abgestimmte Beratung und Vermittlung im Bereich Arbeit & Inklusion startet die Inklusions-Servicestelle OÖ:

·         österreichweit erster One-Stop-Shop zur beruflichen Beratung und Vermittlung von Menschen mit Beeinträchtigungen

·         zwei Zielgruppen: Betriebe und Menschen mit Beeinträchtigungen

·         Die Aufgaben der Inklusions-Servicestelle geht über die reine Beratung hinaus; die Servicestelle wird aktiv Unternehmen und Menschen mit Beeinträchtigungen zusammenbringen und Arbeitsplätze vermitteln

o   Dazu werden potenzielle Unternehmen und Einsatzmöglichkeiten identifiziert und aktiv akquiriert

o   und auf der anderen Seite werden die Fähigkeiten, Stärken und Wünsche der Menschen mit Beeinträchtigungen „gescoutet“ und in ein beruflichen Perspektivenplan und Eignungsprofil übergeleitet

o   auf Basis dieses Wissens erfolgt ein aktives Matching und Vermittlung

 

Darüber hinaus werden mit speziellem Fokus auf Unternehmen folgende Maßnahmen gesetzt:

·         NEU: Beschäftigungsmodell der „Arbeitskräfteüberlassung Inklusiv“ als sichere „Probezeit“ ohne Risiko für die Betroffenen und Unternehmen

·         NEU: Oö. Inklusionszuschuss für Unternehmen, als Anreiz Menschen mit Beeinträchtigungen direkt im Betrieb, am 1. Arbeitsmarkt anzustellen

 

 

Chancengleichheit hat in Oberösterreich Vorbildcharakter

Oberösterreich ist ein wirtschaftlich starkes Bundesland und hat damit eine doppelte Verantwortung für Menschen, die unsere Unterstützung und Hilfe brauchen. Das gilt insbesondere für Menschen mit Beeinträchtigungen. In unserem Bundesland werden bereits eine Vielzahl an Maßnahmen zur erfolgreichen Inklusion gesetzt, dank derer Oberösterreich als Vorreiter im Bereich der Chancengleichheit und der Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigungen gilt.

Gerade im Bereich Arbeit existieren bereits zahlreiche Angebote, die nun weiter ausgebaut werden, um Menschen mit Beeinträchtigungen besonders auch den Schritt in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

  • Bereits jetzt arbeiten mit dem Land Oberösterreich 686 Kooperationsbetriebe in den Bereichen geschützte Arbeit und Integrative Beschäftigung zusammen.
  • 6.727 Personen beziehen Unterstützungsleistungen im Bereich Arbeit (von insgesamt 13.226 Kund/innen im Sinn des Chancengleichheitsgesetz)

 

  • Das Ziel der neuen Maßnahmen ist es, den Anteil an Beschäftigungsformen integrativ in Betrieben zu erhöhen.

 

 

Inklusions-Servicestelle OÖ als zentrale Anlaufstelle zur Beratung und Vermittlung

 

Als eine Maßnahme aus dem Prozess „Arbeit und Inklusion“ wurde eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen und Betroffene angekündigt. Denn vor allem die Unternehmen wünschen sich mehr Information und Klarheit bei der Zuständigkeit. Die Inklusions-Servicestelle OÖ startet nun ihren Betrieb.

 

Erstmals bündeln in Österreich die involvierten Stellen ihre Kompetenzen und schaffen eine zentrale Anlaufstelle zur ganzheitlichen und koordinierten Beratung und Vermittlung im Bereich Inklusion und Arbeit. Die vom Land Oberösterreich initiierte und beauftragte Inklusions-Servicestelle OÖ wird von Koordinierungsstelle Arbeit Inklusiv und Caritas Oberösterreich betrieben. Alle Beteiligten bringen so ihre jahrelange Erfahrung und Kompetenzen in die Servicestelle ein, um eine bestmögliche Beratung zu ermöglichen.

 

Die Aufgaben der Inklusions-Servicestelle gehen über die reine Beratung hinaus. Eine zentrale Stelle übernimmt sowohl die aktive Akquise von Arbeitsplätzen als auch die Beratung und Begleitung der Klient/innen. Die Servicestelle bringt somit aktiv Unternehmen und Menschen mit Beeinträchtigungen zusammenbringen und vermittelt Arbeitsplätze.

 

 

So bieten wir Chancen am Arbeitsmarkt in OÖ.

 

Neben der Inklusions-Servicestelle werden aktuell folgende Angebote für Unternehmen vorbereitet, die zusätzliche Anreize schaffen sollen, um Menschen mit Beeinträchtigungen zu beschäftigen:

 

NEU: zeitlich befristete „Arbeitskräfteüberlassung Inklusiv“ als neues Beschäftigungsmodell

  • Mit dem neuen Beschäftigungsmodell wird eine Art „Probezeit“ geschaffen, die für den Betrieb und die Betroffenen Sicherheit schafft
  • Menschen mit Beeinträchtigungen arbeiten für max. ein Jahr direkt in einem Betrieb – mit dem Ziel der anschließenden Übernahme am 1. Arbeitsmarkt
  • Zielgruppe: Bestehende Personen in Fähigkeitsorientierte Aktivität (Werkstätten & Betriebe), Geschütze Arbeit (Werkstätten), Personen nach OÖ. ChG, die noch keine Maßnahme FA/GA erhalten
  • 50 Plätze im ersten Jahr als Pilotphase
  • Entlohnung: Anwendung des Kollektivvertrages der Arbeitskräfteüberlasser bzw. jeweiliger Branchen-Kollektivvertrag (höherer KV kommt zur Anwendung)
  • Nur geleistete Stunden werden gegenüber dem Betrieb abgerechnet

 

NEU: Oö. Inklusionszuschuss für Unternehmen

  • Durch einen eigenen Zuschuss zu den Lohnkosten soll ein Anreiz gesetzt werden, damit Unternehmen Menschen mit Beeinträchtigungen mit einem höheren Grad der Beeinträchtigungen eine Anstellung am 1. Arbeitsmarkt ermöglichen.
  • Dadurch werden konkret Menschen mit Beeinträchtigungen am 1. Arbeitsmarkt gefördert und nicht wie bisher lediglich in ChG-Maßnahmen.
  • Zielgruppen: Bestehende Personen in Fähigkeitsorientierter Aktivität bzw. Geschützter Arbeit in Werkstätten bzw. Betrieben, Arbeitskräfteüberlassung ChG
  • Dauer: befristet auf 1 Jahr, Verlängerung möglich
  • Die genaue Ausgestaltung wird aktuell mit dem Sozialministerium finalisiert.

Geplanter Start: Herbst 2024

 

 

Zero Project Unternehmensdialog vernetzt Unternehmen und fördert Inklusion

 

Der Zero Project Unternehmensdialog der Essl Foundation zeigt auf, wie berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderungen gut gelingen kann, welche Fähigkeiten dabei eine Rolle spielen und welchen (wirtschaftlichen) Mehrwert Unternehmen dadurch generieren können. Die diesjährige Oberösterreich Ausgabe steht ganz im Zeichen der neuen Angebote des Landes Oberösterreich. Den interessierten Unternehmer/innen werden im Zuge der Veranstaltung die neuen Angebote sowie Best-Practice-Beispiele vorgestellt.

 

Der Unternehmensdialog findet bei Wacker Neuson in Hörsching statt. Neben der Vorstellung der neuen Angebote in Oberösterreich, zeigen die Unternehmen Wacker Neuson, Alfred Wagner Stahl-Technik & Zuschnitt GmbH sowie dm-drogerie markt anhand Beispiele aus dem Unternehmensalltag wie Inklusion in der Arbeitswelt gelingen kann.

 

Beim Zero Project Unternehmensdialog geht es darum,

  • Unternehmer/innen, Entscheider/innen und Personalverantwortliche zu inspirieren, Menschen mit Behinderungen zu beschäftigen.
  • innovative Praxisbeispiele (Best- und Good-Practices) und ihre Erfolgsfaktoren vor den Vorhang zu holen und zu zeigen, dass Vorteile für Alle (Unternehmen, Mitarbeitende und Gesellschaft) möglich sind.
  • Ängste, Unsicherheiten und Mythen, die es in Bezug auf die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen gibt, aufzulösen.
  • Fördermöglichkeiten (und somit Entlastung der Personalkosten) darzustellen.
  • Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten im Gesundheits- und Sozialbereich für Menschen mit Behinderungen zu zeigen.

 

Über Zero Project

Das Zero Project ist eine gemeinnützige Initiative der Essl Foundation und engagiert sich weltweit für die Rechte von Menschen mit Behinderungen entsprechend der UN-Konvention, die auch von Österreich ratifiziert wurde. Über sein weltweites Netzwerk von über 9.000 Expert*innen bzw. Organisationen aus 180 Ländern werden jährlich Sozialinnovationen und innovative Gesetze und Standards gesucht und in Konferenzen in der UN-City in Wien, in Reports und im Internet vorgestellt. www.zeroproject.org

 

Format „Zero Project Unternehmensdialoge“

Die Zero Project Unternehmensdialoge wurden von der Essl Foundation im Jahr 2017 initiiert, um in jedem Bundesland vorbildliche Unternehmen in der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen vorzustellen und mit den Landesregierungen, NGOs, Unternehmen und Unternehmensverbänden zu diskutieren.

Da dieses Thema mit vielen Herausforderungen für alle Beteiligten verbunden ist, hat die Essl Foundation viele Erfolgsmodelle in und außerhalb von Österreich recherchiert. Diese innovativen Beispiele und ihre 30jährige Erfahrung möchte die Essl Foundation anderen Unternehmer*innen in diesem Format – das in jedem Bundesland stattfindet – weitergeben.

Alle relevanten Stakeholder, Entscheidungsträger*innen, sowie Unternehmer*innen, Personalverantwortliche und Mitarbeiter*innen mit besonderen Fähigkeiten, werden bei der Veranstaltung über bedeutsame und innovative Projekte und Entwicklungen diskutieren, die Menschen mit Behinderungen besser in den Arbeitsmarkt integrieren. Eingebettet in die regionalen Rahmenbedingungen wird der Fokus anhand von Best-Practice-Beispielen auf Lösungen und Umsetzbarkeit liegen.

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