Aktuelles.

Staatssekretärin Plakolm, Geschäftsführerin Verein FSJ Elisabeth Marcus, FSJ-Absolventin Zoe Maurer, Landesrat Hattmannsdorfer präsentieren die Möglichkeiten im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahrs

Freiwilliges Soziales Jahr als Sprungbrett für den Sozial- und Gesundheitsbereich

 

„Der Zivildienst ist der Headhunter für den Sozialbereich, wenn es um junge Männer geht. Mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr öffnen wir diese Tür auch für junge Frauen, die in Sozialberufe reinschnuppern wollen. Ich bin froh, dass Oberösterreich diese Einflugschneise in den Sozialbereich mehr und stärker nutzen wird, um damit mehr junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern. Als Bundesregierung haben wir ein umfassendes Ehrenamts- und Freiwilligenpaket umgesetzt. Es bringt mehr Geld für Freiwillige im FSJ sowie ein kostenloses Klimaticket. Außerdem gibt es mehr Wertschätzung durch einen eigenen Staatspreis für ehrenamtliches und freiwilliges Engagement.“

-Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm

 

„Ohne soziales Engagement kann eine Gesellschaft nicht funktionieren. Wir wollen in Oberösterreich daher mehr junge Menschen für ehrenamtliches Engagement und speziell für Berufe im Sozialbereich begeistern. Das Freiwillige Soziale Jahr vereint beides: Das Engagement bei einer karitativen Organisation und die Aussicht, auch später in diesem Beruf tätig sein. Beim FSJ lernen junge Menschen, Verantwortung zu übernehmen und sich in die Gesellschaft einzubringen. Wir wollen daher künftig über unsere 14 Jugend-Infoservices in den Bezirken die Möglichkeiten eines Freiwilligen Sozialen Jahrs speziell für junge Frauen stärker bewerben. Auch unsere Jugendzentren sollen künftig über ein Engagement in diesem Bereich stärker informieren.

-Sozial- und Jugend-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer

 

„Wir brauchen mehr mutige Menschen, die Neues wagen und sich für andere einsetzen. Das Freiwillige Soziale Jahr bietet eine wunderbare Basis dafür: Mehr als 75% unserer Absolvent/innen entscheiden sich nach ihrem Sozialeinsatz für eine Ausbildung im Sozialbereich. Sie wissen nach dem FSJ besser, wer sie sind, was sie können und was sie wollen. Die begleitenden FSJ-Seminare stärken die jungen Erwachsenen in ihrer Persönlichkeit, das Selbstvertrauen wächst und der Blick auf alle Menschen in unserer Gesellschaft – auch auf die, die es nicht immer so leicht haben in ihrem Leben – wird geweitet.“

-Elisabeth Marcus, Geschäftsführerin Verein zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste – FSJ 

 

 

Freiwilliges Soziales Jahr: Orientierungsmöglichkeit und Sprungbrett für junge Erwachsene

 

Beim Freiwilligen Sozialen Jahr haben junge Erwachsene die Möglichkeit, in einem Zeitraum von 10 bis 12 Monaten in einer sozialen oder karitativen Einrichtung mitzuarbeiten. Die Teilnehmer/innen sind in ihrer Einsatzstelle in einem Ausmaß von 34 Wochenstunden eingeteilt.

 

 

Kinder und Jugendliche

Kindergärten, Horte, Schulen, Wohngemeinschaften, sozialpädagogische Einrichtungen

 

 

Menschen im Alter und in Gesundheitseinrichtungen

Alten- und Pflegeheime, Tageszentren, betreutes Wohnen, Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen, Rettungsdienste

 

 

Menschen mit Beeinträchtigung

Wohngruppen, Werkstätten, Arbeits- und Förderbereiche

 

 

Menschen in Notsituationen

Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, Einrichtungen für Geflüchtete

 

Einsatzbereiche im Freiwilligen Sozialen Jahr.

 

Aufnahmevoraussetzungen sind die Vollendung des 17. Lebensjahres, bei besonderer Eignung auch bereits vor Vollendung des 17. Lebensjahres, sowie die österreichische Staatsbürgerschaft bzw. Staatsbürgerschaft eines EU-Landes. Die Teilnehmenden des Freiwilligen Sozialjahres dürfen keiner Einsatzstelle zugewiesen werden, bei der sie im Zeitpunkt des Einsatzes erwerbstätig sind oder eine Erwerbstätigkeit vor weniger als einem Jahr vor Abschluss der Einsatzvereinbarung beendet haben.

 

Das Sozialjahr muss zudem arbeitsmarktneutral sein, das heißt, der FSJ-Einsatz darf keine hauptamtlichen Mitarbeiter/innen bei den Organisationen ersetzen.

 

Neues Freiwilligengesetz bringt spürbare Verbesserungen beim FSJ

Mit der Novelle des Freiwilligengesetzes im Herbst letzten Jahres wurden auch die Rahmenbedingungen für das Freiwillige Soziale Jahr deutlich verbessert, wie Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm betont. Die Neuerungen des Gesetzes beinhalten:

  • Mehr Geld für Freiwillige im FSJ – 500 € Taschengeld pro Monat (statt bisher 270 €) und erstmalig Zuschüsse von Bundesseite für die Trägerorganisationen
  • Kostenloses Klimaticket für ganz Österreich
  • Staatspreis für ehrenamtliches & freiwilliges Engagement
  • Ausbau der Freiwilligenzentren in den Bundesländern
  • Schaffung einer bundesweiten Servicestelle für Ehrenamt & Freiwilligkeit (freiwillig-engagiert.at)

 

Weitere soziale Absicherungen im FSJ:

  • Gewährung der Familienbeihilfe
  • Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung

 

 

Künftig breitere Bewerbung des FSJ durch das Oö. JugendService

 

Der demographische Wandel erfordert es, dass gerade im Sozial-, Gesundheits- und Pflegebereich künftig ausreichend qualifiziertes Personal vorhanden sein muss. Mit einer Vermittlungsquote von 75 % an Absolvent/innen, die sich später für einen Beruf in dieser Branche entscheiden, ist das FSJ ein entscheidendes Sprungbrett für den Sozial- und Gesundheitsbereich.

 

Jugend-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer möchte daher über die 14 Jugend-Infostores die Möglichkeit des Freiwilligen Sozialen Jahrs stärker kommunizieren, um junge Erwachsene für den Sozialbereich zu gewinnen. Auch Jugendzentren sollen künftig in die Kommunikation und Bewerbung des FSJ stärker eingebunden werden.

 

Jeder fünfte FSJ-Absolvent ist aus Oberösterreich

Nach einem leichten Rückgang an Teilnehmenden von 2021 auf 2022 verzeichnet das FSJ im aktuellen Turnus wieder einen leichten Zuwachs. 642 junge Erwachsene absolvieren derzeit österreichweit das Freiwillige Soziale Jahr, 123 davon sind Oberösterreicher/innen (19 %). Damit stellt Oberösterreich nach Niederösterreich (205) die meisten FSJ-Teilnehmenden.

 

 

Die große Mehrheit der Absolvent/innen sind Frauen (72 %). Von den teilnehmenden Männern machen 77 % das FSJ als Zivildienstersatz.

 

In Oberösterreich finden im Turnus 2023/2024 insgesamt 111 FSJ-Einsätze, die der Verein FSJ abwickelt, statt. Die 111 FSJ-Einsätze in Oberösterreich verteilen sich insgesamt auf 91 oberösterreichische Standorte. Im Turnus 2023/2024 stehen in Oberösterreich insgesamt 118 Plätze in folgenden Bereichen zur Verfügung:

 

Kinder- und Jugendbereich

Menschen mit Beeinträchtigung

 

Sozialarbeit/
Sozialpädagogik 
Alten- und Pflegebereich

 

Gesundheits- bzw. Krankenhausbereich

45 Plätze 33 Plätze 16 Plätze 15 Plätze 9 Plätze

 

Die größten Kooperationspartner/innen in Oberösterreich sind:

  • Institut Hartheim
  • Caritas
  • Volkshilfe
  • Lebenshilfe
  • Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU)
  • Assista Soziale Dienste
  • Landeskliniken

 

Verein zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste ist FSJ-Hauptträger

Der Verein zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste – FSJ organisiert als vom Sozialministerium anerkannter Träger seit mittlerweile 55 Jahren die Abwicklung des Freiwilligen Sozialen Jahrs in Österreich. Die Möglichkeit, ein FSJ zu absolvieren, gibt es in Österreich seit 1968. Der Verein startete zu diesem Zeitpunkt mit 20 Teilnehmer/innen, 2020 wurde erstmals die 600er-Marke an jährlichen Teilnehmer/innen erreicht.

 

Die Mitarbeiter/innen des Vereins mit eigenen Außenstellen in den Bundesländern sehen sich als Vertreter/innen der FSJ-Teilnehmer/innen und der Sozialeinrichtungen.

 

Die Mitarbeiter/innen des Vereins mit eigenen Außenstellen in den Bundesländern sehen sich als Vertreter/innen der FSJ-Teilnehmer/innen und der Vertreter/innen der Sozialeinrichtungen. Sie sind – neben der Einsatzstelle – ein wichtiger Ansprechpartner für die FSJ-Teilnehmenden. Weitere Träger des FSJ sind u.a. die Diakonie, das Rote Kreuz und der Samariterbund. Insgesamt gibt es in Österreich im aktuellen Turnus ca. 1.500 FSJ-Einsätze.

 

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