Aktuelles.

Prof. Dr. Lehner, MMag.a Danner, LR Dr. Hattmannsdorfer und MMAg. Koren freuen sich auf die Connect Karrieremesse kommende Woche

Karriere in der Sozialwirtschaft – CONNECT

CONNECT – Karrieremesse Sozialwirtschaft, 29. März FH OÖ, Linz

Ohne soziale Dienstleistungen wäre unser gesellschaftliches Leben, so wie wir es heute kennen, nicht denkbar. Die Mitarbeitenden in der Sozialwirtschaft begleiten, betreuen, fördern und pflegen Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Ältere. All diese Menschen brauchen aus den unterschiedlichsten Gründen, eine professionelle und qualifizierte Hilfe an ihrer Seite. Die Mitarbeiter*innen in der Sozialwirtschaft sind Bezugspersonen und professionelle Hilfe zugleich. Die Sozialen Dienstleistungen, die sie ausführen, ermöglichen moderne, demokratische Gesellschaften wie die unsrige.

„Über 30.000 Mitarbeiter*innen erbringen in OÖ soziale Dienstleistungen. Für diese Arbeit ist erstens Qualifikation und zweitens Verbundenheit zum Menschen notwendig. Ein Oberösterreich, wie wir es kennen, würde ohne Soziale Dienstleistungen nicht funktionieren. Die Unverzichtbarkeit dieser Berufe muss klar verdeutlicht werden!“, das steht für Magdalena Danner, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sozialplattform OÖ fest. Menschen, die sich diesen Beruf zutrauen sind gefragt, wie nie zuvor.

Erfolgskonzept Connect – Karrieremesse Sozialwirtschaft

Die 3. Connect, die Karrieremesse Sozialwirtschaft, bringt Interessierte an sozialen Berufen mit den wichtigsten Arbeitgeber*innen in Oberösterreich und Ausbildungsstätten in Kontakt. 40 Träger sozialer Dienstleistungen und 9 Bildungseinrichtungen sind am FH Campus Linz vor Ort. „In den sozialen Medien lesen wir Kommentare, in denen sich Interessierte solch eine Messe für Wien oder Niederösterreich wünschen würden. In Oberösterreich sind wir die ersten, die so eine Veranstaltung organisieren. Die letzten beiden Messen haben gezeigt, dass das Interesse groß ist. Covid hat zusätzlich klar gemacht, wie unverzichtbar Soziale Dienstleistungen sind.“ ist Magdalena Danner auch stolz. „Der Fachkräftebedarf im Bereich Pflege, eigentlich der bestehende „Pflegenotstand“, sind allseits bekannt. Die Connect zeigt darüber hinaus auf, wie vielfältig die Arbeitsbereiche Sozialer Dienstleistungen sind,“ ergänzt sie.

Covid hat neue Sicherheitskonzepte notwendig gemacht. Auch wenn die Pandemie derzeit noch unser Alltagsbegleiter ist, müssen Bildungs- und Arbeitsmessen wieder stattfinden können. Die Connect ist nur mit einem 3-G-Nachweis zu besuchen. Darüber hinaus herrscht eine FFP2-Maskenpflicht in allen Räumen. „Wir wollen weder Besucher*innen noch Mitarbeitende gefährden und nehmen daher das Covid-Schutzkonzept sehr ernst,“ erläutert Danner.

Im Rahmenprogramm steht 2022 im Mittelpunkt, wie entlastend Humor in belastenden Situationen oder im beruflichen Alltag sein kann. Dazu hält Humorbotschafter Werner Gruber 2 Workshops. Ein spezielles Angebot gibt es für Migrant*innen mit dem Workshop „Neuer Job in der neuen Heimat“. Zum einen kann man sich beraten lassen, wie Bildungsabschlüsse aus dem Ausland in Österreich anerkannt werden, andererseits werden spezielle Lehrgänge präsentiert, die beispielsweise auch Sprachdefizite berücksichtigen.

Connect liefert wichtigen Beitrag

Jobs im Sozialbereich geht man mit viel Leidenschaft, Passion und Liebe nach. Das menschliche Umfeld ist im Sozialberuf einzigartig. Zu diesem Schluss kommt auch Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer, der in der Karrieremesse einen wichtigen Beitrag sieht, um genau auf diese Faktoren hinzuweisen.

„Unser gemeinsames Ziel muss es sein, dass Jobs im Sozialbereich gerade für jungen Menschen ebenso cool und spannend sind wie App-Programmierer. Ich bin daher froh, dass es Formate wie die connect gibt, damit sich Interessierte einen Überblick und Orientierung verschaffen können. Der Sozialbereich bietet viele spannende Betätigungsfelder“, so Hattmannsdorfer.

Berufsentscheidung mit Weitblick und Sicherheit

Ebenso wie in vielen anderen Bereichen werden auch im Sozialbereich Fachkräfte dringend benötigt. Denn der Sozialbereich hat eine wesentliche Bedeutung in unserer Gesellschaft und kaum ein anderer Tätigkeitsbereich bietet auf der einen Seite eine derartige Breite an Möglichkeiten und zugleich eine langfristige Jobsicherheit. Bis 2040 steigt beispielsweise die Zahl der Pflegebedürftigen in Oberösterreich um 40.000 Menschen. Dementsprechend groß ist die Nachfrage an qualifiziertem Personal in der Pflege.

Das Land Oberösterreich setzt daher in der Pflege einen Schwerpunkt und will dieses Berufsfeld noch attraktiver gestalten. In Oberösterreich ist die Pflegeausbildung – im Gegensatz zu anderen Bundesländern – kostenlos. Das Land finanziert nicht nur die Ausbildungslehrgänge, in der Altenpflege übernimmt es auch das Schulgeld. Rund 1.000 Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer könnten davon profitieren. 4,5 Millionen Euro nimmt die Abteilung Soziales jährlich für die Finanzierung der Pflegeausbildung in die Hand.

„Wir haben uns in Oberösterreich ganz bewusst dazu entschieden, hier auch finanziell einen Beitrag zu leisten, weil unser Land von Menschen lebt, die sich um andere kümmern und die mehr tun, als sie müssten“, so Hattmannsdorfer zu den Beweggründen.

Zusätzlich gibt es Möglichkeiten über die Implacementstiftung oder durch das Fachkräftestipendium. Beide Fördermöglichkeiten bieten rund 1.000 Euro monatlich an Unterstützung. Umsteigerinnen und -umsteiger können auch das sogenannte 10+10-Modell in Anspruch nehmen: Dort werden sie im Pflegeheim angestellt, um zehn Stunden in der Pflege zu arbeiten und zehn Stunden für die Ausbildung zu verwenden. Bezahlt werden volle 20 Stunden.

Jobs mit Sinn und Zukunft

„Die Sozialwirtschaft ist etwas ganz Besonderes: Die Arbeit im psychosozialen Bereich und im Behindertenbereich ist einzigartig und sinnstiftend, denn es steht die Arbeit für und mit Menschen im Mittelpunkt,“ weiß MMag. Gernot Koren MAS, Sprecher der IV Sozialunternehmen und Geschäftsführer von pro mente OÖ.

Neben diversen Betreuungsaufgaben – in den Bereichen Wohnen und Beschäftigung bis hin zu mobiler Betreuung – bietet die Sozialwirtschaft auch verschiedenste sehr interessante Tätigkeitsfelder im administrativ- organisatorischen und Managementbereich.

Der Sozialbereich bietet einen sicheren Arbeitsplatz – und das auch in Krisenzeiten. Unsere Arbeit ist eine gesellschaftliche Stütze, sie ist unersetzbar und fördert den sozialen Zusammenhalt.

Auch für Ein- und Umsteiger*innen bietet der Sozialbereich viele attraktive Möglichkeiten im Tun und im Erlernen von Neuem. Gesucht werden Interessierte, die gerne mit Menschen arbeiten, etwas Sinnstiftendes und Gutes tun wollen und einen sicheren Arbeitsplatz in einer Zukunftsbranche mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten anstreben. Die 37-Stunden-Woche und vielerorts die Option einer 4-Tage-Woche stellen wesentliche Faktoren für zufriedene Mitarbeiter*innen dar.

Im Sozialbereich arbeiten meist multiprofessionelle Teams zusammen. Dabei ist gut ausgebildetes bzw. geschultes Personal das Herz jeder sozialen qualitativ hochwertigen Dienstleistung.

Das sieht auch Prof. Dr. Markus Lehner, Fachhochschule Oberösterreich, so: „Wer beruflich im Sozialbereich tätig ist, hat mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu tun. Dies erfordert nicht nur persönliche Sensibilität, sondern auch fachliches Wissen.“

Fachkräfte im Sozialbereich brauchen die Kompetenz, kritische Lebenssituationen analysieren und beurteilen zu können. Sie müssen aktuelle Methoden kennen, wie man diese Menschen beraten und unterstützen kann. Die Ausbildungsstätten haben die Aufgabe, künftige Fachkräfte sowohl bei der Entwicklung ihrer sozialen und persönlichen Kompetenz zu unterstützen, als auch sie auf fachlicher Ebene auf den aktuellen Stand des Wissens zu bringen.

Viele Sozialberufe sind auch ohne Matura zugänglich

Dazu zählen die Fach-Sozialbetreuung bzw. Diplom-Sozialbetreuung in den Bereichen Altenarbeit, Behindertenarbeit, Behindertenbegleitung und Familienarbeit oder die Heimhilfe. Im Oö. Sozialberufegesetz sind zudem die Berufsbilder Sozialpädagogische Fachbetreuung in der Jugendwohlfahrt sowie Persönliche Assistenz, Frühförderung, Sehfrühförderung und Peer-Beratung geregelt. Die zumeist dreijährigen Ausbildungen sind praxisorientiert aufgebaut, sodass man schon sehr bald die eigenen Stärken und Schwächen für eine berufliche Zukunft in diesem Arbeitsfeld erkennen kann.

Seit 2001 gibt es an der FH Oberösterreich auch Ausbildungen auf akademischem Niveau, die eine Studienberechtigung voraussetzen. Das Studium Soziale Arbeit will auf die unmittelbare Arbeit mit Klient/innen vorbereiten. Das Studium Sozialmanagement richtet sich an Personen, die stärker an den organisatorischen und wirtschaftlichen Aufgabenstellungen in der Sozialbranche interessiert sind. Es verbindet Fachwissen für den Sozialbereich mit Managementkompetenzen.

Es ist insgesamt ein Kennzeichen von Ausbildungen für Sozialberufe, dass sie interdisziplinär aufgebaut sind. Neben Humanwissenschaften wie Psychologie oder Pädagogik spielen Sozialwissenschaften wie Soziologie und Politikwissenschaft eine Rolle, aber auch rechtliche Aspekte sind relevant für die Berufstätigkeit im Sozialbereich.

„Die Sozialberufe werden immer mehr an Bedeutung gewinnen“, ist Gernot Koren überzeugt. Daher bieten die Sozialunternehmen seit jeher eine gute Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und sehr gute Arbeitsbedingungen. Berufsbegleitende Schulung und Weiterbildung sind ebenso wichtig wie die Sicherheit von Arbeitsplätzen.

Alle Infos zur Messe

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